Indischer App-Bann: PUBG bricht mit Tencent

Die südkoreanische PUBG Corporation http://pubg.com wird künftig ihr Multiplayer-Game „PlayerUnknown’s Battlegrounds“ (PUBG) in Indien nicht mehr vom chinesischen Tech-Konzern Tencent http://tencent.com verlegen lassen. Indien hat aufgrund von Grenzkonflikten mit China in den vergangenen Monaten viele Apps aus der Volksrepublik verbannt, darunter auch TikTok. Diesem Schicksal soll PUBG jetzt durch den Ausschluss von Tencent aus den Publishing-Rechten entgehen.
„Markt nicht verlieren“

Bei PUBG handelt es sich um einen „Battle Royale“-Shooter, bei dem bis zu 100 Spieler gleichzeitig in einer weitläufigen Umgebung gegeneinander antreten und einander ausschalten. Verliert ein Spieler sein Leben, ist das Match für ihn sofort vorbei. Gewinnen kann nur der User, der als letzter übrig bleibt. Das gleiche Konzept hat auch der PUBG-Erzrivale „Fortnite“ von US-Entwickler Epic Games.

Für PUBG ist Indien ein gewaltiger Markt, auf dem Subkontinent befanden sich vor dem Bann mehr als 40 Mio. aktive Spieler. „Online-Spiele wie PUBG machen ihr Geld zu einem großen Teil durch In-Game-Käufe. Für diese ist oft nur eine kleine Anzahl von Spielern verantwortlich. Außerdem braucht PUBG möglichst viele Nutzer, um weiterhin mit Fortnite mithalten zu können. Deswegen dürfen die Entwickler einen so großen Markt wie Indien nicht verlieren“, erklärt Gaming-Experte Hans Solar gegenüber pressetext.

Suche nach indischem Partner

Im Augenblick besteht der Bann gegen den Shooter noch. Die PUBG Corporation will ab jetzt die Veröffentlichung von PUBG in Indien alleine übernehmen. In allen anderen Teilen der Welt ist aber immer noch Tencent dafür verantwortlich. Den Entwicklern zufolge sollen indische Spieler künftig eine eigene Spielerfahrung mit dem Game machen. Es sei vor allem wichtig, die Online-Struktur von PUBG auch in Indien weiterhin aufrechtzuhalten.

Um weiterhin auf dem Subkontinent zu bestehen, sucht die PUBG Corporation momentan nach einem lokalen Partner, der den Vertrieb auf dem Subkontintent leiten soll. Seit Juni hat die indische Regierung insgesamt 177 Apps verbannt, die mit China verbunden sind. Diese Maßnahme sei nötig, um die Verteidigung der Sicherheit des Landes zu gewährleisten.

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